Messias Georg Friedrich Händel 15. November 2026 Weitere interessierte Sängerinnen und Sänger sind zu diesem Chorwerk herzlich willkommen!
Vergangene Konzerte
"Tonight..." - Chorausschnitte Bernstein, Gershwin, Weill Berühmte Songs u.a. aus Porgy and Bess von George Gershwin, der Dreigroschenoper von Brecht / Weill, der West Side Story von Leonard Bernstein. Rainer Maria Klaas spielt Gershwins Rhapsody in Blue. kultur-in-bocholt.de/kulturkalender?eventId=2177432 31. Mai 2026
Musik ohne Grenzen Verschiedene Opernchöre in Zusammenarbeit mit dem Winterswijker Chor Classic WM 18. und 19. November 2023
"Misatango" Argentinische Tangomesse, Martín Palmeri 23. April 2023 "Christus der Herr ist da!" Gemeinsames Weihnachtskonzert mit dem Kolpingchor 29. Dezember 2022 "Beethoven" Chorfantasie und Sinfonie Nr. 9 21. Oktober 2022
"Mona Lisa und andere Damen" Werke von u.a. den Beatles, Chaplin, Purcell, Flotow und Bizet 08. Mai 2022 "Petite messe solenelle" Gioacchino Rossini 14.November 2021
"Magnificat" und "Weihnachtsoratorium" Rutter und Saint-Saëns 01. Dezember 2019
"Carmina Burana" und "Klavierkonzert d-Moll" Orff und Poulenc 16. Juni 2019
"Mass" und "Ave Verum" u.a. Dobrogosz und Mozart 11. November 2018
"Die Schöpfung" Haydn 27. Mai 2018
"Lobgesang" und "Die Tageszeiten" Mendelssohn, Raff 08. Oktober 2017
Paganini on the Roof Paganini, Spohr, Lehar, Nicoalai und Bock 07. Mai 2017 Weihnachtsoratorium Bach 18. Dezember 2016
“B-A-C-H”, Motetten “Ave verum” und “Ave Maria”, Messe C-Dur op. 86 Liszt, Van Beethoven 24. April 2016
Kritiken aus der Zeitung
"Tonight..." - Chorausschnitte von Bernstein, Gershwin, Weill am Sonntag, 31. Mai 2026 aufgeführt in der Aula des St. Josef Gymnasium von Philipp Hövelmann Am Sonntag, 31. Mai 2026, lud der Madrigalchor der Stadt Bocholt unter dem Titel „Tonight“ zu seinem Konzert in die Aula des St.-Josef-Gymnasiums ein. Ein treffend gewählter Titel, ist er doch untrennbar mit Leonard Bernsteins Musical „West Side Story“ verbunden. Damit war die stilistische Ausrichtung des Abends bereits angedeutet: Musik zwischen Musical und Jazz. Umso spannender war die Frage, wie sich der sonst vornehmlich klassisch ausgerichtete Chor diesem Repertoire nähern würde.
Für das Konzert hatte der Chor mehrere Gäste eingeladen. Der junge Saxophonist Joao Rodrigues, der derzeit bei Daniel Gauthier in Köln sein Konzertexamen absolviert, überzeugte als Solist ebenso wie der Bariton Samuel Marquardt, der jüngst beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ erfolgreich war. Am Klavier begleitete Jay Jung-Hoon Wang Chor und Solisten mit großer Einfühlsamkeit. Aus den Reihen des Chores übernahm Anne Stroux eine zentrale Solistenrolle.
Den Auftakt bildete das „West Side Story“-Medley von Leo Thomas. Die bekannten Melodien – von „Tonight“ über „I Feel Pretty“ und „America“ bis hin zu „Somewhere“ – präsentierte der Chor mit hörbarer Sangesfreude und rhythmischer Präzision. Besonders Samuel Marquardt verlieh in „Maria“ der Figur des verliebten Tony mit seinem warmen, klangvollen Bariton überzeugende Kontur.
Als nächstes erklang die „Hot Sonata“ von Erwin Schulhoff für Altsaxophon und Klavier. Der in Prag geborene Erwin Schulhoff war ein Vertreter der Komponistengeneration in Europa, die sich mit dem amerikanischen Jazz auseinandersetzten und versuchten, diesen mit klassischer europäischer Musik zu verbinden. Hier zeigte Joao Rodrigues seinen meisterhaften Umgang mit seinem Instrument. Sein Spiel war von weichem, aber deutlichen Ton geprägt. Im ersten und letzten Satz zeigte Rodrigues seine Fähigkeit, lange Phrasen trotz komplexer Rhythmik als einen verständlichen Gedanken darzustellen. Im zweiten Satz konnte Rodriguez seine Virtuosität voll zur Geltung bringen. Am eindrucksvollsten war jedoch der dritte Satz. Hier zeigte sich, über welch eine Atemkontrolle er verfügt. Jeder einzelne Ton war bis ins letzte Detail genau ausgearbeitet und gestaltet, was gerade in dem langsamen Tempo bemerkenswert war.
Im Programm folgte eine Sammlung von fünf Stücken aus der „Dreigroschenoper“ von Kurt Weill. Diese gehört zu den bekanntesten Werken der 20er-Jahre und bis heute zum Kernrepertoire des Musiktheaters. Einzelne Sätze wie die „Moritat von Mackie Messer“ erlangten Weltberühmtheit. Der Chor eröffnete den Block mit dem „Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens“ a capella und konnte so seine Intonations-sicherheit unter Beweis stellen.
Im Folgenden gab Anne Stroux einen Schnelldurchlauf durch die Dreigroschenoper. Sie erklärte kurz die Rahmenhandlung, und gab als Chansonnière den „Barbara-Song“, die „Zuhälterballade“ und „Seeräuber-Jenny“ zum Besten. Dies gelang ihr sehr stilsicher und mit Verve. Das Wechselspiel zwischen gesungenen und gerufenen Abschnitten meisterte sie genauso mühelos wie die stimmlichen Anforderungen. Man fühlte sich regelrecht in die Zeit von Edith Piaf und Juliette Gréco zurückversetzt. Den mitreißerischen Abschluss des Dreigroschenoper-Blocks bot schließlich der Chor mit der „Moritat von Mackie Messer“.
Nach der Pause setzte sich Dirigent Rainer Maria Klaas selbst an den Flügel und brachte die „Rhapsody in Blue“ von George Gershwin zu Gehör. Hier zeigte sich besonders die Meisterschaft eines Musikers mit langjähriger Erfahrung. In einer hochemotionalen und mitreißenden Interpretation führte Klaas durch das weltbekannte Werk. Rhythmisch komplexe Passagen, lyrische Abschnitte und monumentale Klangbilder wechselten sich ab. Selten ist das Werk in der Klavierfassung so überzeugend zu hören wie hier.
Zum Ende des Konzertes präsentierte der Chor das Medley „A Gershwin Portrait“ von Mac Huff. Dieses bildete den chorischen Höhepunkt des Abends. Es gelang dem Chor ohne Schwierigkeiten den gesamten Raum zum Mitschunkeln zu animieren, insbesondere beim wiederkehrenden Abschnitt „I got Rhythm“, welcher sich wie ein roter Faden durch das Medley zog.
Der Ausflug in die Welt von Jazz und Musical erwies sich für den Madrigalchor als voller Erfolg. Zwar fiel der Choranteil der aufgeführten Werke geringer aus als bei früheren Programmen – sicherlich hätten sich „Fans“ des Madrigalchores über mehr Chorbeiträge gefreut – die Qualität des Abends wurde dadurch jedoch keineswegs geschmälert. Vielmehr präsentierte sich der Chor gemeinsam mit seinen Gästen auf dem hohen Niveau, das das Bocholter Publikum von den Konzerten des Madrigalchores gewohnt ist.
„Requiem“ von John Rutter sowie "Ave Verum" von Mozart, William Byrd und Karl Jenkins am Sonntag, 16.11 2025 in der Kirche St. Georg aufgeführt. von Philipp Hövelmann Am diesjährigen Volkstrauertag lud der Madrigalchor der Stadt Bocholt zu seinem Herbstkonzert in die nahezu vollbesetzte St. Georg-Kirche ein. Auf dem Programm standen das „Requiem“ des britischen Komponisten John Rutter, Wolfgang Amadeus Mozarts Solokantate „Exsultate, jubilate“, sowie mehrere Vertonungen des Textes „Ave verum“ aus der katholischen Liturgie.
John Rutter baut sein Requiem in Teilen auf den traditionellen Bestandteilen der katholischen Begräbnisliturgie auf, ergänzt diese jedoch um Psalmen und andere Elemente der anglikanischen Liturgie. So ergibt sich ein breites Spannungsfeld zwischen englischem und lateinischem Text, welches das ganze Werk durchzieht.
Der gut vorbereitete Madrigalchor eröffnete das Konzert mit dem Introitus aus Rutters „Requiem“. Begleitet von den Musikern des Ensemble Movimento zeichnete der Chor ein eindrucksvolles Bild in dunklen Klangfarben, die sich dann zum „Kyrie“ hin zaghaft aufhellten. Eine Besonderheit bietet auch die Instrumentierung des Werks. Diese setzt sich zusammen aus Orgel, Harfe, Violoncello, Flöte, Oboe und Schlagwerk– ein sehr bunter und vielseitiger Klangkörper.
Im folgenden Psalm „Out of the deep” (Aus der Tiefe) demonstrierte das Solo-Cello (brillant: Bernhard Schwarz) die Stimme aus der Tiefe, welche Gott anruft. Mit Inbrunst brachte der Chor die Bitte des Psalms um Hilfe und Erlösung vor.
Es folgte die Ave-verum-Vertonung des englischen Renaissance-Komponisten William Byrd – eine schlichte, nüchterne Vertonung des Textes, der die katholische Eucharistie mit dem Geschehen der Kreuzigung Jesu in Verbindung bringt. Geradezu intim wirkt hier die Schlussoration „Oh Jesu, Oh pie“ vom Madrigalchor.
Fortgesetzt wurde das Konzert mit dem „Pie Jesu“, in welchem Sopranistin Julia Obert im Wechsel mit dem Chor innig und eindrucksvoll die Bitte um ewige Ruhe für die Verstorbenen vortrug. Während bisher die leiseren Töne dominierten, konnten die Sängerinnen und Sänger des Madrigalchores im folgenden „Sanctus“ des Requiems ihr Stimmvolumen beweisen. Mit kräftigem Brausen von allen Instrumenten fegte der Ruf „Sanctus, Dominus Deus Sabaoth“ durch die Kirche. Besondere Freude bereitete hier das Glockenspiel.
Nun folgte die Solokantate „Exsultate, jubilate“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Sopranistin Julia Obert meisterte dieses Werk mit Bravour. Von schnellen Läufen im 1. Satz über langsame Passagen im 2. Satz bis hin zu viel Raffinesse im abschließenden Halleluja: Julia Obert konnte durchweg mit klarem und vollem Klang überzeugen. In dieser Qualität ist die Kantate selten zu hören. Der Kirchenmusiker und Kantor der Liebfrauengemeinde – Philipp Hövelmann - begleitete die Sängerin in einzigartiger Art und Weise. Harmonisch aufeinander abgestimmt war dieser Vortrag einer der Höhepunkte des Konzertes.
Weiter ging es mit der Ave-verum-Vertonung von Mozart. Dieses Werk ist sehr beliebt bei vielen Kirchenchören und ist dementsprechend oft zu hören. So fein ausmusiziert wie an diesem Abend, hört man es jedoch selten. Der Madrigalchor der Stadt Bocholt konnte hier mit viel Sinn für Klang und Dynamik überzeugen.
Das folgende „Agnus Dei“ aus dem „Requiem“ von John Rutter gehört zu den schönsten Sätzen des Werkes. Hier gelingt Rutter die Verwandlung der düsteren Themen des ersten Satzes hin zu versöhnlicheren Klängen. Dem Chor gelang diese Aufhellung sehr souverän.
Im Psalm „The Lord is my shephard“ (Der Herr ist mein Hirte“) kam besonders die Oboe als Solostimme besonders zur Geltung. Im Wechsel mit dem Chor wurde dieser Satz zu einem ruhigen, idyllischen Ambiente, in dem man die ruhige Natur körperlich spüren konnte.
Die Ave-verum-Vertonung des englischen Komponisten Karl Jenkins besticht durch ihre Einfachheit und Repetition von einfachen Motiven. Mit viel Ruhe konnte der Chor das moderne Werk zu voller Geltung bringen.
Den Abschluss bildete das „Lux aeterna“ aus Rutters Requiem. In diesem Satz wurden Themen aus dem ganzen bisherigen Werk aufgegriffen und zu einem leisen, sanften Ende gebracht. Gerade in diesen leisen Passagen konnte der Madrigalchor sehr überzeugen.
Eine wahre Meisterleistung gelang dem Dirigenten Rainer Klaas. Unter seiner Gesamtleitung wurde das Konzert zu einem großen Genuss für alle Anwesenden. Mit langanhaltendem Applaus belohnte das begeisterte Publikum die Leistung der Musiker. Mit Konzerten wie diesen zeigt die Bocholter Musikszene, dass auch abseits der städtischen Hochburgen beeindruckende Konzerte zu hören sind.
Foto: Privat, Konzert in der Georgskirche
Konzertkritik Bocholter Borkener Volksblatt zum Konzert "Johannes-Passion" vom 12.04.2025:
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Konzertkritik Bocholter Borkener Volksblatt zum Konzert "Ein deutsches Requiem" vom 10.11.2024:
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